«Junge Menschen wollen verstehen und mitgestalten»
Mélanie Lüdi Immobilienbewirtschafterin und Berufsbildnerin, Robert Pfister AG lesen
Der Schnupperhalbtag beginnt mit einer Vorstellungsrunde. Die Jugendlichen lernen den Betrieb, die Berufsbildner:innen und die Lernenden kennen. Sie erfahren, wie die Lehre aufgebaut ist, welche Aufgaben in den einzelnen Lehrjahren auf sie warten und welche Entwicklungsmöglichkeiten ihnen später offenstehen. Sie hören aufmerksam zu, fragen nach und machen sich Notizen.
Beim Rundgang durch die Büros begegnen sie den Menschen hinter den verschiedenen Aufgaben. Hier ein freundliches Hallo, dort eine kurze Erklärung, wer sich worum kümmert. So nimmt der Arbeitsalltag nach und nach Gestalt an.

Anschliessend geht es an die Praxisaufträge: Die Jugendlichen prüfen etwa einen Mietvertrag, gestalten Wohnungsinserate und spielen eine Wohnungsabnahme durch. Lernende und Fachpersonen stehen ihnen zur Seite, erklären ihre Arbeit und beantworten Fragen aus eigener Erfahrung.
Für Sarah Wenger von Immobilien Stadt Bern ist die Arbeit mit Lernenden eine Herzensangelegenheit: «Am Immofuture Day können Jugendliche Aufgaben selbst ausprobieren und von unseren Lernenden erfahren, wie sie die Ausbildung erleben. Es freut mich, wenn wir ihnen damit bei der Berufswahl helfen können.»
Für den Immofuture Day am 17. September hatten sich 45 Jugendliche angemeldet. Der SVIT Bern führte den gemeinsamen Schnuppertag zum fünften Mal durch. Er ist Teil der Kampagne «Immofuture», mit der sich der Verband seit 15 Jahren für den Berufsnachwuchs in der Immobilienbranche einsetzt.
Was vom Besuch bleibt? «Es ist viel abwechslungsreicher als in anderen KV-Berufen», hält eine teilnehmende Person fest. Eine andere sagt: «Der Immofuture Day hat mir geholfen, einen besseren Einblick in die KV-Lehre und besonders in die Immobilienbranche zu bekommen.»